Tempomat instandsetzen

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Des Öfteren kommt es vor, dass der Tempomat aus Altersgründen beginnt zu schwächeln.

(Geschwindigkeit wird nicht mehr richtig gehalten, das Beschleunigen durch halten der "Fix-Taste" und das Wiederaufnehmen der gespeicherten Geschwindigkeit funktioniert nicht mehr richtig, etc.) Ursachen können dafür sein:

Elektrische Probleme

Das Problem liegt dann im Lenkstockschalter. Die Kontakte am Tempomathebel schleifen über eine Platine. Es kann sein, dass die Platine oxidiert ist. Einfach die Platine rausnehmen, abschmirgeln und den LSS weider zusammenbasteln. Pass beim zerlegen auf, dass dir die Federn nicht wegspringen. Am Besten das Teil in einer Tüte zerlegen.

Dichtheitsprobleme

Hier kann die Druckdose, die Ventile an der Pedalerie oder die Verschlauchung Schuld sein.
Zum Testen empfielt es sich, die Vakuumpumpe auszubauen. Diese sitzt im linken Kotflügel unter dem Kühlwasserbehälter. Der Ausbau ist etwas fummelig, wenn man den Kühlwasserbehälter nur abschraubt (weil er ja immer noch am Schlauch hängt!) geht aber mit etwas Fingerspitzengefühl.
Um die Funktion der Pumpe zu verstehen kann man einfach mal den Deckel öffnen und hineingucken, da sitzt ne Kolbenpumpe und ein Magentventil drin. Beide sind an ein gemeinsames Plus angeklemmt und werden jeweils duch Masse geschalten (daher drei Pole am Stecker)
Zum Testen kann man z.B. ein Batterieladegerät oder ne Batterie nehmen und die drei Anschlüsse entsprechend anklemmen. Bei angeschlossenem Schlauch sollte sich die Druckdose zusammenziehen und die Drosselklappe betätigen. Klemmt man die Pumpenmasse ab (Magnetventil weiter aktiv!), sollte die Stellung gehalten werden, falls nicht ist irgendwas undicht!
Bei mir waren es die Ventile an Kupplungs- und Bremspedal! An die kommt man heran, indem man die Abdeckung unter dem Lenkrad und den dahinter liegenden Lüftungskanal entfernt. Die Dichtheit der einzelnen Ventile kann man durch Abziehen des Schlauches des anderen und Abdichten des Schlauches durch einen Stopfen, etc. und anschließendes Pumpen und Halten des Unterdruckes testen. Wenn die Drosselklappe in ihrer Position bleibt, ist das Ventil in Ordnung. Falls nicht ist es entweder falsch eingestellt (trotz nicht betätigtem Pedal offen, der Betätigungsstössel ist dann nicht ganz eingefahren) oder der O-Ring im Ventil dichtet nicht mehr richtig ab.
In diesem Fall kann man das Ventil herausdrehen (Gewinde) und zerlegen. (2-3 kleine Schraubendreher sind zum Anheben der Nasen ganz vorteilhaft!) Innen findet man eine Feder, einen Schleifkontakt und den Zapfen, der eigentlich mit dem O-Ring abdichten sollte. (Position der einzelnen Teile merken!!)
Das ganze wird natürlich mit der Zeit und durch den vorbeizischenden Luftstrom trocken und dichtet daher nicht mehr richtig ab. Den O-Ring und den Zapfen wieder gut einfetten und siehe da: Nach dem Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge ist jetzt wieder alles dicht und die Drosselklappe wird wieder so gehalten, wie sie soll! Ach ja: Noch was zu dem Schleifkontakt im Ventil: Das ist ein Schalter, der der Steuerung mitteilt, ob das Ventil betätigt ist oder nicht. Man sollte nach dem Einbau des Ventils nochmal dessen Funktion mittels Multimeter testen: Pedal nicht getreten (Ventil schließt) -> Verbindung zwischen den beiden Anschlüssen; Pedal betätigt (Ventil öffnet) -> Kontakt unterbrochen!

Anmerkungen

  • Wenn das alles stimmt, sollte dem Tempomat-Vergnügen nichts mehr im Wege stehen!

Siehe auch

Plastiköse Am Tempomat Gebrochen