Kardanwelle demontieren

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Das Demontieren der Kardanwelle ist auf den ersten Blick ein Kinderspiel, damit das dann auch so bleibt, hier ein kleiner aber feiner Tip: Bunsenbrenner (Lötlampe) bereit halten!

Um die Kardanwelle zu demontieren, sollte erstmal der Auspuff abgenommen werden, damit man gescheit ran kommt. Danach sollten nun die Schrauben (je 6 Stk. pro Flansch) an Getriebe und Hinterachsdifferential gelöst werden und das ist manchmal sehr schwierig!

Da diese zum Teil mit Schraubensicherung eingeklebt wurden, dreht man sehr leicht den 6er Innensechskant rund. Hier kommt der Bunsenbrenner zum Einsatz, mit welchem man den Flansch immer an der Stelle erwärmt, wo man gerade die Schraube herausdrehen möchte. Ein Helfer, der mit einem Montierhebel im Mittellager des Kardans diesen gegen verdrehen sichert, ist hier absolut willkommen.

Wenn man die Schrauben raus bekommen hat, muß lediglich noch die Halterung des Mittellagers gelöst werden, dies sind in der Regel zwei 13er Schrauben, hier ist darauf zu achten, daß die Beilagescheiben nicht verloren gehen und nachher wieder gleich eingesetzt werden.

Vor dem Zusammenbau unbedingt die Gewinde der Kardanwellenflansche mittels Gewindebohrer von den Resten des Schraubensicherungsmittels befreien, da die neuen Schrauben sonst schon beim Eindrehen abreissen können.

Viel Erfolg!

Anmerkungen

  • Bei manchen Typen ist noch eine Blech-Verkleidung zwischen Auspuff und Kardanwelle angebracht, die natürlich auch vorher abgenommen werden muß happy smiley
  • Zusätzlich zum Erwärmen ist es auch ratsam, kurze, nicht zu heftige Hammerschläge auf den Schraubenkopf zu geben. Damit wird eine Art Durchschwingen in der Schraube erzeugt.
  • Das Montiereisen, welches das Mitdrehen der Welle verhindern soll, immer motorseitig ansetzen, um nicht den Schmiernippel vom Kreuzgelenk zu beschädigen

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